«Die universitäre Medizin bringt Forschungserkenntnisse rasch ans Patientenbett.»

Coronavirus und COVID-19

Die universitäre Medizin steht in der Bekämpfung von Covid-19 an vorderster Front

Die Universitätsspitäler der Schweiz sind im Rahmen der aktuellen Covid-Pandemie stark gefordert. Sie tragen einen grossen Teil der Versorgung der an Covid-19 erkrankten Personen, sowohl auf den normalen Bettenstationen wie auch auf den Intensivstationen und bei den an sie angeschlossenen Rettungsdiensten. Gleichzeitig sind sie zentrale Akteure bei der Testung der Bevölkerung sowie der Impfkampagne, in der Forschung zur Behandlung der Erkrankten sowie in der gezielten Schulung des Personals und der Information der Bevölkerung.

Zur aktuellen Situation

Der Verband Universitäre Medizin Schweiz und seine Mitglieder unterstützen die Behörden darin, auf nationaler wie auch auf kantonaler Ebene Massnahmen zu ergreifen, um die Infektionen in der ganzen Schweiz und in allen Kantonen nachhaltig zu reduzieren. Zentral ist, dass die nationale Perspektive auf die Versorgung und Pandemiebewältigung gestärkt wird. Die Zahl der Fälle von Coronavirus-Varianten, die viel ansteckender sind, ist in der Schweiz angestiegen. Die Experten der Universitätsspitäler stellen sich darauf ein, dass diese Entwicklung eine dritte Welle auslösen könnte. Dementsprechend sind die Universitätsspitäler auf neue Krankheitsherde und die Umschichtung der Kapazitäten für Covid-Fälle vorbereitet und um die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung bemüht.

Die Sicherheitsmassnahmen, um Patientinnen und Patienten sowie das Personal vor Ansteckungen zu schützen, werden gemäss den Empfehlungen von Swissnoso ​​umgesetzt, sodass die Spitäler sichere Anlaufstellen für alle Arten von Krankheiten darstellen. Die Pandemie ändert nichts am Auftrag der Notaufnahmen, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche alle Patienten aufnehmen – unabhängig von ihren Symptomen, ob Covid-bezogen oder nicht. Die Bevölkerung soll bei akuten gesundheitlichen Problemen weiterhin die Spitäler aufsuchen.

Versorgung und Intensivbehandlung

Die Universitätsspitäler bilden das Rückgrat der Versorgung der Erkrankten in der Covid-Pandemie. Sie tragen massgeblich dazu bei, dass das schweizerische Gesundheitswesen die grossen Herausforderungen meistern konnte.  Die Universitätsspitäler sind auf neue Krankheitsherde und die Aufstockung von Kapazitäten für Covid-Fälle vorbereitet und pflegen eine solidarische Zusammenarbeit. Die Universitätsspitäler unterstützen ausserdem die Initiative der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin SGI und des Koordinierten Sanitätsdiensts (KSD) zur nationalen Koordination von Intensivpflegebetten. Angesichts des starken Anstiegs der Covid-19-Fälle ab Oktober wurde diese Koordination beschleunigt umgesetzt.

Die wichtigsten Massnahmen an den Universitätsspitälern umfassen:

  • Situative massive Aufstockung der Intensivbetten und Beatmungsstellen für Covid-19-Fälle.
  • Anwendung von vielversprechenden Behandlungsoptionen und deren Begleitung durch die Forschung.
  • Gewährleistung der Triage und Testung von Personen mit Verdacht auf Infizierung mit Sars-CoV-2.
  • Schutz des Personals und der anderen Patientinnen und Patienten vor Ansteckung.
  • Verschiebung von nicht dringlichen Operationen und ambulanten Konsultationen.
  • Information der Öffentlichkeit.
  • Bereitstellen von wissenschaftlicher Expertise für Behörden und Zusammenarbeit mit Gremien der Krisenbewältigung.
  • Erhöhung von Screening- und Laborkapazitäten.

Forschung

Die universitäre Medizin ist an Forschungsprojekten beteiligt, die die Grundlagen in den Bereichen der Infektiologie und der Immunologie sowie die konkrete Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 verbessern. unimedsuisse erachtet es als wichtig, dass die unterschiedlichen Forschungsinitiativen innerhalb der Schweiz und auf internationaler Ebene zusammenarbeiten und voneinander lernen.

Rückblick

Aufruf an BR Berset und GDK-Präsident RR Engelberger: Schreiben vom 9.12.2020

​​Zur zweiten Welle: Medienmitteilung vom 20.11.2020

Zur ersten Welle: Medienkonferenz vom 1.7.2020 und die Facts & Figures

Medienmitteilung vom 24.4.2020

Weitere Informationen zur Versorgung

Behandlungsrichtlinien betreffend COVID-19 finden Sie unter: SAMW
Koordination der Intensivpflegebetten: SGI
Empfehlungen von Swissnoso: Covid-19

Weitere Informationen zur Forschung

SCTO Forschungsprojekte der Unispitäler
SNF Nationales Sonder-Forschungsprogramm NFP 78 "Covid-19"
Swissethics bewilligte und eingereichte Forschungsprojekte, Rahmenbedingungen
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