«Die universitäre Medizin bringt Forschungserkenntnisse rasch ans Patientenbett.»

Coronavirus und COVID-19

Die universitäre Medizin steht in der Bekämpfung von COVID-19 an vorderster Front

Die universitäre Medizin übernimmt die Behandlung der schwersten Erkrankungen und treibt die Forschung rasch voran, unter anderem in der Erforschung von Therapien für die schwer Erkrankten, im Bereich der Antikörpertestung oder bei der Suche nach einer Impfung.

Versorgung und Intensivbehandlung

Die Universitätsspitäler bildeten bereits in der ersten Pandemiewelle von März bis Juni 2020 das Rückgrat der Versorgung der Erkrankten. Damit trugen sie massgeblich dazu bei, dass das schweizerische Gesundheitswesen die grossen Herausforderungen der ersten Jahreshälfte so gut meistern konnte. Anfang Juli 2020 haben die Universitätsspitäler eine Bilanz zur ersten Pandemiewelle gezogen.

Die wichtigsten Massnahmen an den Universitätsspitälern umfassten:

  • Massive Aufstockung der Intensivbetten und Beatmungsstellen für COVID-19-Fälle.
  • Anwendung von vielversprechenden Behandlungsoptionen und deren Begleitung durch die Forschung.
  • Gewährleistung der Triage und Testung von Personen mit Verdacht auf Infizierung mit Sars-CoV-2.
  • Schutz des Personals und der anderen Patientinnen und Patienten vor Ansteckung.
  • Verschiebung von nicht dringlichen Operationen und ambulanten Konsultationen.
  • Information der Öffentlichkeit.
  • Bereitstellen von wissenschaftlicher Expertise für Behörden und Zusammenarbeit mit Gremien der Krisenbewältigung.

Bereitschaft für neue Pandemieherde

Die Universitätsspitäler haben sich während den Sommermonaten auf neue Krankheitsherde und die Aufstockung von Kapazitäten für COVID-Fälle vorbereitet. So haben sie die Rekrutierung von medizinischem Personal verstärkt, die Aufnahme-, Screening- und Laborkapazitäten erhöht, um die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung aufrechterhalten zu können. Die Universitätsspitäler unterstützen ausserdem die Initiative der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin SGI und des Koordinierten Sanitätsdiensts (KSD) zur nationalen Koordination von Intensivpflegebetten. Angesichts des starken Anstiegs der COVID-19-Fälle ab Oktober wird die Koordination nun beschleunigt umgesetzt.

Gleichzeitig werden je nach Belastung der jeweiligen Universitätsstandorte zusätzliche Massnahmen umgesetzt. So werden nicht dringende chirurgische und medizinische Eingriffe, Krankenhausaufenthalte und ambulante Konsultationen, die die Gesundheit der Patienten nicht beeinträchtigen, zurückgestellt. Zudem müssen Besuche wieder eingeschränkt werden.

Die Sicherheitsmassnahmen, um Patientinnen und Patienten sowie das Personal vor Ansteckungen zu schützen, werden weiterhin aufrechterhalten, sodass die Spitäler sichere Anlaufstellen für alle Arten von Krankheiten darstellen. Die Pandemie ändert nichts am Auftrag der Notaufnahme (vital und ambulant), die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche alle Patienten, unabhängig von ihren Symptomen, ob COVID-bezogen oder nicht, aufnimmt.

Forschung

Die universitäre Medizin ist an Forschungsprojekten beteiligt, die die Grundlagen in den Bereichen der Infektiologie und der Immunologie sowie die konkrete Behandlung der Lungenkrankheit COVID-19 verbessern. unimedsuisse erachtet es als wichtig, dass die unterschiedlichen Forschungsinitiativen innerhalb der Schweiz und auf internationaler Ebene zusammenarbeiten und voneinander lernen.

Unterstützung für die präventiven Massnahmen

Die Universitätsspitäler der Schweiz unterstützen die Massnahmen, welche der Bundesrat und die Kantone ergriffen haben, um die Pandemie einzudämmen. Es ist wichtig, die Schutzmassnahmen ernst zu nehmen und auf Veranstaltungen mit vielen Personen zu verzichten, da davon ein hohes Risiko der weiteren Verbreitung ausgeht.

 

Medienmitteilung

Corona-Pandemie: Die Universitätsspitäler ziehen Bilanz

Zur zweiten Welle: Medienmitteilung vom 20.11.2020

Zur ersten Welle: Medienkonferenz vom 1.7.2020, Facts & Figures

Medienmitteilung vom 24.4.2020

Weitere Informationen zur Versorgung

Behandlungsrichtlinien betreffend COVID-19 finden Sie unter: SAMW
Koordination der Intensivpflegebetten: SGI

Weitere Informationen zur Forschung

SCTO Forschungsprojekte der Unispitäler
SNF Nationales Sonder-Forschungsprogramm NFP 78 "Covid-19"
Swissethics bewilligte und eingereichte Forschungsprojekte, Rahmenbedingungen

Informationen des Bundes

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