Forschung

Die Forschung der universitären Medizin umfasst Grundlagenforschung, klinische Forschung und translationale Forschung sowie die Versorgungsforschung. Diese Forschung betrifft nicht nur die Spitzenmedizin sondern auch die Grundversorgung. Patientinnen und Patienten an Universitätsspitälern profitieren von der schnellen Verfügbarkeit von Forschungsresultaten und deren Umsetzung «am Patientenbett». Wesentlich ist es, dass Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst rasch in klinische Studien einfliessen. So können neue Verfahren zur Beurteilung und Behandlung von Krankheiten evaluiert und in den klinischen Alltag überführt werden. Den Patientinnen und Patienten stehen so moderne Diagnose-  und Therapieverfahren zur Verfügung, die anderen Spitälern nicht oder noch nicht zur Verfügung stehen. Die Wirksamkeit von innovativen Behandlungsmethoden wird dabei von der Forschung evaluiert, was zu Verbesserungen in den Anwendungen führt. Die Versorgungsforschung untersucht die letzte Stufe des Innovationstransfers in die Praxis der Patientenversorgung. Schliesslich übernimmt die universitäre Medizin über die Aus- und Weiterbildung und in vielfältigen Kooperationen auch den Transfer von Innovationen in das gesamte Gesundheitswesen.

In den fünf Schweizer Universitätsspitälern laufen permanent um die 5'000 Forschungsprojekte*, pro Jahr werden mehr als 1’500 Forschungsprojekte* abgeschlossen – die Fragestellungen reichen von Grundlagenfragen wie den Ursachen von Alzheimer oder Blutkrebs bis zu klinisch relevanten Themen wie der Leberregeneration, neuen Methoden in der Herzchirurgie oder dem verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika. In gut einem Drittel werden moderne Diagnoseverfahren evaluiert, in einem weiteren Drittel werden Medikamente auf ihre Wirksamkeit getestet, der Rest zielt auf Interventionen. Pro Jahr publizieren die Forscherinnen und Forscher der Universitätsspitäler an die 10'000 wissenschaftliche Arbeiten*.

* Extrapolierte Daten

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